Das Pilotprojekt
Seit 15 Jahren arbeitet Axel Steinhagen als Musiker, Songschreiber und Organisator der Band Mutabor sowie als Solokünstler unter dem Namen Axl Makana. Während seines Ethnologiestudiums in den 90er Jahren machte Axel mehrere längere Reisen nach Äthiopien und berichtete über das Land und seine unterschiedlichen Kulturen. Auf einer Reise im Januar 2008 lernte er Frau Jo Butler von der Hilfsorganisation The Ethiopian Food Appeal (EFA) kennen und begleitete sie auf zwei Hilfslieferungen an äthiopische Schulen. Wieder in Deutschland angekommen übernahm Axel im März 2008 die Patenschaft für das Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen / Brandenburg. An dieser Schule hielt er im Rahmen des Projekttages Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus einen Vortrag mit dem Titel Reisen gegen Vorurteile. Bei der anschließenden Diskussion mit Schülern und Lehrern entstand die Idee, eine Partnerschaft zu den vorgestellten Schulen in Äthiopien aufzubauen. Besonderes Augenmerk legten wir auf eine Partnerschaft, die nicht nur einseitige Hilfe in Form von Hilfsgütern zum Ziel hat, sondern auch den kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern fördert.
Im Juni 2008 organisierte das Gymnasium am Burgwall in Treuenbrietzen einen Tag für Afrika, bei dem die Schüler im Vorfeld die Aufgabe hatten, Sponsoren für diese Benefiz-Veranstaltung in ihrer Stadt zu suchen. Es gab sowohl Privatpersonen, als auch Kleinstunternehmen und Banken, die sich an dieser Aktion beteiligten. Auf diesem Weg wurde eine Spendensumme von 3.000 Euro gesammelt. Gemeinsam wurde sich dafür entschieden, dass gesammelte Geld den Schulen in Äthiopien zu spenden, welche Axl im März 2008 in dem Vortrag vorgestellt hatte. Zur Förderung des gegenseitigen Kennenlernens bereitete jede Klasse eine kleine Präsentation mit Fotos und informativen Texten vor. Im Januar 2009 fuhr Axel erneut zu den äthiopischen Schulen, um zusammen mit der Hilfsorganisation EFA die Hilfslieferung zu organisieren und durchzuführen. Durch die Mithilfe der deutschen Partnerschule konnten Schulmaterialien wie Mathematikbücher, Schreibhefte, Kugelschreiber und Filzstifte in Äthiopien gekauft werden und an die 900 Schüler der beiden Partnerschulen übergeben werden. Außerdem bekam jedes Kind der Melka Oba School 2,5kg Getreidemehl für seine Familie, um so einer akuten Notlage in Folge einer Dürreperiode in dieser Gegend entgegen zu wirken. Als Dankeschön wurden mir von den äthiopischen Schulen zwei Alben mit Fotos, Zeichnungen und Grußbotschaften der einzelnen Schüler übergeben. Außerdem führten die äthiopischen Schüler bei der Übergabe der Hilfsgüter kulturtypische Tänze und Lieder auf, welche in einer Videodokumentation festgehalten wurden und auf dem nächsten Projekttag der deutschen Partnerschule gezeigt wurden. |
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